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Eine Nachlese 2021 

Markt und Straßen stehn` verlassen (J.v.Eichendorff)

 …im wahrsten Sinne des Wortes, denn Corona hatte immer noch alles im Griff

 Das wäre eines der ca. 20 Lieder für die beliebten Adventskonzerte unseres Volkschores gewesen, die wir in Annahütte, Klettwitz und Schipkau aufführen wollten. Unser treues Publikum hatte darauf gewartet und nachgefragt bei jeder Begegnung. Wir haben auch mit aller Vorfreude unsere Chorproben durchgeführt – natürlich entsprechend der Corona-Auflagen.

Die Annahütter Henrietten-Kirche bot dafür beste Voraussetzungen (22.7.-22.9.), dann ab 30.9. stand das Bürgerzentrum Schipkau zur Verfügung – bis zur letzten Probe am 17.November. Zumindest konnten wir in dieser Probenzeit unsere schönen Weihnachtslieder gemeinsam singen. Alle waren voller Freude dabei und immer mit einem Fünkchen Hoffnung, vor Publikum aufzutreten. Dieses Mal hätte am 1.Advent sogar „Leise rieselt der Schnee“ ins Programm gepasst, denn die Natur zeigte sich in Weiß.

Unsere bis zuletzt hoffnungsvollen Zuhörer mussten auch viele andere Melodien vermissen, die ihnen ins Herz gingen, wie „Ave Maria Glöcklein…bis in das Herz hinein, sollt es erklingen…“ Das Lied kommt von einem Herrn Engelhardt (1861-1924), den Satz schrieb ein Reinhold Bier, der uns schon von anderen Liedern bekannt ist. Das Trommellied muss auf Wunsch auch immer dabei sein. Beim Weihnachts – Quodlibet war die Überraschung in den Gesichtern der Anwesenden direkt zu sehen, es vereint 20 Lieder. Das gemeinsame Singen wurde immer sehr gut angenommen. Lieblingsstücke sind inzwischen auch geworden:
Luleise Gottessohn, Bajuschki baju und  Ich bete an die Macht der Liebe.

Unser Programm hätte auch Lieder aus anderen Ländern, in anderen Sprachen und natürlich die traditionellen Weihnachtslieder enthalten. Da sind bekannte Komponisten zu nennen, die weihnachtliche Chormusik bereicherten z.B. G.F.Händel (1685-1758) Singt Gloria/ Lob, Ehr`und Preis und Tochter Zion und J.Brahms (1833-1897) Guten Abend, gut Nacht.

Aus den Chorunterlagen geht hervor, dass wir erst seit 1995 eine Programmfolge mit 16 Weihnachtsliedern hatten, zuvor waren es nur 3 oder 5, alles andere waren getragene Volkslieder. Heute umfasst die Weihnachtsmappe über100 Seiten.

Über schöne Jubiläen 2021 gilt es noch zu berichten:

Unser Chorleiter Karl-Heinz feierte seinen 80. Geburtstag und 50 Jahre Dirigent desVolkschores. Dazu brachten wir ihm herzliche Glückwünsche!
Es gelang, doch noch eine Zusammenkunft (Einhaltung Corona-Regeln) zu organisieren, zur Gratulation und Würdigung mit der Ehrenmedaille – 50 JahreChorleiter, das hat man nicht so oft.
DieChormitglieder gratulierten mit einem eigens für Karl-Heinz eingeübten Potpourri und überreichten ihm seinen holzgeschnitzten Doppelgänger.

Gleichzeitig wurden langjährige Chormitglieder geehrt und die Weihnachtswichtel sorgten für Überraschungen. Danke besonders an Irene und Wolfgang sowie unseren Reinhard. Eberhard hatte mit dem Büchlein „Der Volkschor im Internet“ eine gute Idee als Geschenk für Karl-Heinz und zum Erwerb für alle Interessenten. Eine Chronik im Kleinformat von der Historie 1895 bis heute in Wort und Bild.


 

„Ein Tag voll Harmonie verklang“ - diese Verszeile hat unser aller Gedanken ausgedrückt, als wir am 23. August 2022 am Abend in unseren Bus in Beelitz einstiegen. Wir, das ist der Volkschor Schipkau e.V. , und es war der Tag unseres Auftrittes auf der Landesgartenschau von Brandenburg in Beelitz. Doch von Anfang an:

Schon im Frühjahr überraschte uns unser Vereinsvorsitzender mit der Idee, auf der Landesgartenschau zu singen. Wir fanden es großartig und begannen mit der Planung, denn nach zwei fast sangeslosen Coronajahren waren unsere Stimmen etwas eingerostet. Zwei „kleinere“ Auftritte zum musikalischen Nachmittag auf dem Askania-Sportplatz und am Tag des Bergmannes am Schachtdenkmal in Klettwitz, bestärkten uns: “Wir können auf der LAGA auftreten.“ Der Bus wurde bestellt und das Programm konkretisiert. Doch Corona, Urlaub und andere unvorhergesehene Ereignisse dämpften unsere Vorfreude erheblich und ließen das Vorhaben fast ins Wasser fallen. Doch dank bundesweit wohnender Freunde konnte die Männerlücke geschlossen werden und los ging`s. An dieser Stelle vielen Dank an Jens und Achim für ihren zeitintensiven und rettenden Einsatz im Bass und Susanne im Sopran.

Da der Bus ziemlich groß war, konnten viele unserer Fans und Ehepartner an dieser schönen Fahrt teilnehmen. Die Abfahrt verzögerte sich leider um ein paar Minuten und auch die Autobahn meinte es nicht gut mit uns, so dass wir mit einer Stunde Verspätung in Beelitz eintrafen. Nur gut, dass wir so zeitig losgefahren waren, sonst wären wir schon unruhig geworden. Problemlos bekamen alle Sänger ihre kostenfreien Tickets und an der Bühne wurden wir von Frau Peetz empfangen und versorgt. Es gab eine Garderobe für die Sachen und kühle Getränke für die Stimme. Nun hatten wir noch etwa zwei Stunden Zeit, um uns die Blumen und Kunstgegenstände anzusehen. Übrigens wunderschön und auch ohne Gesangseinlage einen Besuch wert. Viele von uns beschlossen, später noch einmal nur zum Schauen zu kommen.

Der Auftritt wurde mit Spannung und Aufregung hinter der Bühne erwartet. Das ist schon etwas: …auf so einer großen Bühne … mit der Technik … , wo vor einigen Wochen noch prominente Sänger wie Ireen Sheer gestanden haben! Aber das Adrenalin tat sein Übriges und alles klappte ziemlich gut. Für unser Programm hatten wir ein breites Spektrum an Liedern aus unserem Repertoire vorbereitet. Wir begannen mit Volksliedern, einige, die auch in Anbetracht der Umgebung Blumen und Tiere als Inhalt hatten, stellten dann unsere Region mit dem Bergmannslied in der Version von Kurt Schwaen vor und wiesen mit zwei sorbischen Liedern auf unser Siedlungsgebiet hin. Auch zwei Lieder unserer Nachbarn, ein tschechisches und ein slowakisches, kamen gut an. Eigentlich hatten wir nur drei Abschiedslieder dabei, aber nach ausgiebigem Beifall entschlossen wir uns, doch noch den Zottelmarsch als letzten Clou zu singen.

Dank unseres eigenen Fanclubs und auch unserer Freunde vom Behindertenverband Waren waren die Zuschauerränge gut besetzt. Schade, dass von den Gästen der Blumenschau nur wenige die Gelegenheit genutzt haben, um Chormusik zu hören. Wir lauschten noch dem Auftritt des Chores aus Luckenwalde und traten dann müde und glücklich die Heimreise an.

Eine Kleinigkeit wäre dann doch noch zu bemerken: Obwohl das Programm auf der Bühne noch eine halbe Stunde lief, hatte die angrenzende Gaststätte schon Ausschankschluss. Schade!

G.S., 17.09.2022


Es ist wahrhaftig wert, in einem gesonderten Beitrag auf die Geschehnisse der letzten Tage einzugehen.
Was alle Chormitglieder sehr betroffen und traurig gemacht hat,bringt die Annonce zum Ausdruck. In erster Linie dachten wir an die Familie, insbesondere unseren Karl-Heinz.

Dann kam der Gedanke an die Chorfamilie und die bevorstehenden Auftritte, für die Karl-Heinz als Chorleiter intensiv mit uns geprobt hatte. Wie in einer echten Familie fand sich eine Lösung in Abstimmung mit dem Dirigenten.Unsere Chorsängerin Elke und unser Chorsänger Eberhard übernahmen die Aufgabe, die Probenarbeit fortzuführen.

So erfreuten wir (teils innerlich ergriffen) das Publikum beim Mühlentag in Grünewalde. Die Aufführung unseres Konzertes auf der LAGA in Beelitz am 23. August ist ebenfalls gesichert. Zwischenzeitlich konnten neue Chorsänger/-innen begrüßt werden, eine Ermutigung für unsere Gemeinschaft. Andererseits galt es, für den zeitweisen Ausfall an Sängern in den eigenen Reihen Ersatz zu finden. Auch das wurde durch liebe Gastsänger gelöst, deren Bereitschaft sehr lobenswert ist.

Die Chorleitung mit allen Sängerinnen und Sängern standen in der Corona-Zeit und ebenfalls jetzt in der nicht einfachen Situation fest zusammen.

Dieser Zusammenhalt des Chores ist immer wieder eine Garantie zum Weitermachen.
Dazu fällt mir die Textzeile eines unserer Lieder „Mit Freunden beim Weine“ ein:

...Das Schicksal schlägt Wunden,
bringt manchmal auch Pein.
Verbunden in Freundschaft
steht keiner allein!...     

K.K., 20.08.2022 



Dieses Jahr schien gut anzulaufen…

Nach einer Vorstandssitzung und Chorversammlung am 13.Januar, musste schon wieder eine Absage der Chortätigkeit wegen Corona erfolgen.

Am 9.Februar wagte der Vorstand eine weitere Sitzung und Einladung zur Chorversammlung am 17.Februar. Corona „schwächelte“ und so kam die Entscheidung: ab 24.Februar wieder Chorproben.

Mittwoch/Donnerstag, 20./21.April gab es Doppelprobe, denn die Chorfahrt nach Waren/Müritz am 6./7.Mai stand bevor. Unser Chor war Gast  und Mitgestalter für ein unterhaltsames Konzert zum Jubiläum „10 Jahre Behindertenverband“ und Kontakte zum ukrainischen Verband. Es war ein sehr emotionales Freundschaftstreffen mit unserer Fan-Gruppe um Erika Hößel (unsere ehemalige Chorsängerin feiert am 19.8. ihren 90.Geburtstag) und ukrainischen Gästen, in deren Heimat seit Februar Krieg herrscht. Selbstverständlich spendeten unsere Chormitglieder und Mitreisende für die ukrainischen Freunde.

Jeder erinnert sich bestimmt gern an die fröhlichen gemeinsamen Stunden beim Bühnenprogramm des inklusiven Kulturfestes, bei Feiern, Singen und einer Schifffahrt.

Am 12.Mai war die erste Chorprobe wieder in unserem Vereinsraum Bürgerhaus, nachdem bis dahin das Bürgerzentrum der Gemeinde genutzt werden durfte.

Intensive Proben folgten für das nächste Event: Dorffest 18./19.Juni aus Anlass „111Jahre SV Askania Schipkau“. Sonntag 14.30 Uhr fand ein „Musikalischer Nachmittag“ statt, organisiert von unserem Volkschor, künstlerische Leitung: Karl-Heinz Perlewitz (damit feierten wir gleichzeitig unsere 127jährige Chortradition).

Musikalische Gäste:
Männergesangverein 1846 Ruhland e.V.; künstlerische Leitung: Michael Zumpe
Shanty-Chor Seebären, künstlerische Leitung: Peter Appelt
SUNRISE Orchester der Musikschule Fröhlich, künstlerische Leitung: Nicole Weber

In Vorbereitung gab es eine Zusatz-Generalprobe am 17.Juni mit dem SUNRISE Orchester, um gemeinsam Seemannslieder zur Aufführung zu bringen. Das machte allen sehr viel Spaß.
Nicole Weber sorgte für die Gestaltung der Werbeplakate.

Und schon sind wir beim Schachtfest am 3.Juli in Klettwitz zum traditionellen Chorkonzert anlässlich des Bergmannstages.
Alles klappte gut und die vielen Besucher sangen abschließend lautstark beim Steigerlied mit.
K.K., 12.08.2022


Liebe Chormitglieder, Freunde des Volkschores und des Chorgesanges,

Lange Zeit war der Besuch unserer Chorseite nicht möglich – das habt Ihr sicher festgestellt und vielleicht auch ein bisschen vermisst.

Nicht nur das Aktuelle konnte man lesen, sondern ebenso in die Vergangenheit eintauchen, die Entwicklung der Chortradition (seit 1895) kennenlernen und die Zielstellungen unseres Vereins mit verfolgen.

Sehr hilfreich waren für die aktiven Sängerinnen und Sänger die „Lernseiten“ mit den Melodien jeder Stimmgruppe von neu (oder wieder) erlernten Liedern aus den Chorproben, um zu Hause etwas zu üben.

Freuen wir uns gemeinsam auf die Fortführung unserer seit 2014 bestehenden Chorseite, nun auch wieder im digitalen Bereich – man muss ja schließlich mit der Welt verbunden sein!
K.K., 10.08.2022


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  • ANSCHRIFT

    Volkschor Schipkau e.V.

    Reinhard Hermann

    Ruhlander Str. 9

    01993 Schipkau

  • KONTAKT

    Telefon: 035754 - 9479

    eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

  • PROBENZEIT

    Donnerstags 19:00 bis 21:00 Uhr

    im Bürgerhaus Schipkau (Hauptstraße 1 in Schipkau)